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Tradition trifft Innovation

Aktuell befindet sich die DFT in Forschungs- und Entwicklungsprozessen, mit der Zielsetzung das ressourcenschonende Produkt „Stahlfaserbewehrten Walzbeton“ zur Marktreife zu führen.

Laborversuch zum Nachweis der Biegezugfestigkeit und der Nachrisszugfestigkeit eines stahlfaserbewehrten Walzbetons

Hintergrund ist, dass nach den Anforderungen der Landesbauordnungen bei Errichtung von Regalanlagen mit Regalhöhen von > 7,50 m bewehrte Bodenplatten auszuführen sind.
Ausgelöst durch wirtschaftlich erforderliche Effizienzsteigerungen in der Industrieflächennutzung, registrieren wir deshalb, dass zunehmend Regalhöhen > 7,50 m im Bereich von Lager- und Logistikimmobilien geplant und ausgeführt werden.

Walzbetonböden hingegen wurden bislang als unbewehrte Bauteile ausgeführt und entsprechen für die beschriebenen Einsatzzwecke nicht den Vorschriften aus den Landesbauordnungen.
Zusätzlich machen gesellschaftliche und politische Vorgaben zur Reduzierung von CO2-Gehalten bei der Herstellung und Verwendung von Bauprodukten neue, möglichst umweltverträgliche Baustoffe und Baustoffanwendungen in den Phasen Herstellung, Nutzung und Entsorgung oder Wiederverwendung notwendig. Zementherstellung ist im Übrigen einer der emissionsintensivsten Industrieprozesse und verursacht einen beträchtlichen Anteil am gesamten CO2-Ausstoß. In Deutschland wurden im Jahr 2020 ca. 13 Mio. m² Industriebodenflächen hergestellt. Für diese Flächen mit bewehrtem Beton wurden ca. 1 Mio. t Zement verarbeitet, bei dessen Herstellungsprozess etwa 568.000 t CO2-Emissionen freigesetzt wurden.

Welchen Lösungsansatz bietet die DFT?

Wir sehen, dass zementarme Industrieböden in Walzbetonbauweise insbesondere bei der Nachhaltigkeitsbetrachtung sehr starke Argumente liefern, da aufgrund des niedrigeren Zementbedarfs die CO2-Bilanz wesentlich günstiger ausfällt. Zur Herstellung eines Kubikmeters Walzbeton werden im Vergleich zu herkömmlichen Betonen ca. 43 % weniger Zement benötigt. Daraus resultiert eine Einsparung von ca. 43 % weniger CO2-Emissionen. Für die Zukunft setzen wir deshalb auf die Entwicklung einer innovativen Industriebodenplatte, die die bauphysikalischen Eigenschaften eines stahlfaserbewehrten Betons mit allen Vorteilen unseres klassischen Walzbetons vereint.  Für dieses Projekt investieren wir gemeinsam mit externen Partnern intensiv in Forschung, Entwicklung, Konstruktion, Flächenversuchen, Prüfungen und Analyse von verschiedenen Produktvarianten. Inzwischen haben wir für eine dieser innovativen Bauweisen eine behördliche Bauartzulassung beantragt und erwarten im nächsten Schritt die Genehmigung, damit wir anschließend das neue Produkt in einem Pilotprojekt in einer Halle in Bremen einbauen können.